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 Betreff des Beitrags: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Di 2. Feb 2010, 21:28 
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Hallo,
wir wollen uns hier mal vorstellen... und haben doch null Vorstellung....

...ob wir hier überhaupt hingehören...was und ob wir überhaupt etwas tun sollen...welche Schritte die nächsten sind...woher wir komprimierte Informationen erhalten...an wen wir uns wenden können...wie wir mit Anderen und Erzieherinnen/Lehrern darüber sprechen sollen...

Wir sind zwei gestresste, aber dennoch sehr stolze Eltern, die sich langsam fragen, ob ihr Sohn (Im März 5 Jahre alt) einfach "nur" eine Hochbegabung hat.
Seit unser Sohn da ist, sticht er mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten gegenüber Gleichaltrigen stark heraus,
Anfangs war dies für uns vorwiegend einfach nur toll, er wuchs einfach lockerflockig heran und wir brauchten uns nie große Gedanken über seine Weiterentwicklung zu machen.
Jetzt im Kindergarten wurden wir von den Erzieherinnen zum ersten Mal mit dem Begriff Hochbegabung konfrontiert und wir sammelten gedanklich mal alles, was auffällig ist.
Zum Beispiel:
er hat sehr früh, sehr gut gesprochen
er hat an allem Neuem ein unglaubliches Interesse
er besitzt seit Geburt eine erstaunliche handwerkliche Geschicklichkeit
er hat eine unerschöpfliche Phantasie und Kreativität
er probiert so lange an Lösungsmöglichkeiten herum, bis sie 100% stimmen
er bringt sich Fertigkeiten selbst bei
er ist sehr gewissenhaft, sogar pedantisch
er ist sehr musikalisch
er merkt sich (erstmalsgehörte)Texte, Geschichten, Erlebnisse über einen sehr langen Zeitraum
er beschäftigt sich extrem mit Lebensfragen,Tod, Herkunft...
er besitzt ein starkes Einfühlungsvermögen,
er agiert sehr schnell, ohne langes Überlegen
er kann hochkonzentriert oder fahrig sein
...
andere Beispiele:
er ist sehr anstrengend, muß immer mitreden und das letzte Wort haben
er hat die Energie von 1000 Volt von morgens bis abends
er muß im Spielen immer die Oberhand besitzen
er fragt Vulkangroße Krater in den Bauch
er "hört" schlecht
er liebt Rituale und hat Probleme mit Regeln
er spielt am liebsten mit Älteren,verbal und motorisch reiferen Kindern
er ist schnell unzufrieden mit sich selbst
...und und und

Wir haben großen Respekt vor der kommenden Zeit und auch etwas Angst!
Wir sind zwar noch ziemlich unwissend, steigern uns dennoch ungern in etwas hinein.
Vielleicht gibt es hier jemanden, der uns "Erste Hilfe" leisten kann.
lg lakritze


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2010, 08:40 
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Über mich: hochbegabt in kulinarischem Sinne
Hallo lakritz,

willkommen hier. 012

Ich versuche es mal mit "Erster Hilfe". Was ihr hier beschreibt, das klingt nach einem ganz tollen pfiffigen Kind. Selbst wenn weniger als die Hälfte eurer Liste zutreffen würde, könnte man das immer noch behaupten. Und schön, dass ihr euch darüber freuen könnt. Behaltet das auch weiterhin bei.

Selbst wenn ihr - warum auch immer - euer Kind auf Hochbegabung testen lassen wolltet, wüsstet ihr hinterher außer einem sehr abstrakten Wert auch nicht viel mehr. 125? 131? So what? Abgesehen davon, dass ein Test eigentlich bei so kleinen Kindern nicht gemacht wird, er ist erst so ab sieben Jahre zuverlässig. Und ein Kind testen lassen würde ich nur, wenn es Probleme gibt. Wir "mussten" das, weil unsere Lehrerin unseren Sohn (jetzt 9, 5 Klasse), damals zu Schulbeginn mangelnde Schulreife unterstellte, weil er im Unterricht vor sich hin träumte.

Unter Umständen könnte ein Test sinnvoll sein, wenn es z.B. um die Frage der Früheinschulung geht, was ihr in eure Überlegungen mit einbeziehen könnt. Wobei viele Schulen noch nicht mal da einen Test verlangen. Ich würde die Frage nach der Schule vor allem davon abhängig machen, wie wohl sich das Kind im Kiga fühlt bzw. zur Schule drängt. Im Nachhinein betrachtet hätten wir uns einiges erspart, wenn wir unseren Sohn früher eingeschult hätten. Und was die Wahl der Schule betrifft: Ich würde versuchen darauf zu achten, dass es ein Konzept zur Binnendifferenzierung gibt, vielleicht sogar Flex- oder JÜL-Klassen, wo ein pfiffiges Kind dann problemlos beim Stoff der höheren Klasse ansetzen kann.

Dass ihr doch ein bißchen verunsichert seid, verstehe ich, weil zum Thema über Hochbegabung häufig ein falsches Bild vermittelt wird - entweder der besserwissende Überflieger oder der Problematische "über-Tische-Hüpfer". Zum Glück gibt es noch eine ganz große weite Welt dazwischen. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es gar keine Aufmerksamkeit für HB, daraus resultierten für einige wenige Betroffene gewisse Probleme. Heute wird m.E. zu häufig bei auftretenden Problemen eine (mögliche) HB in den Vordergrund gestellt, was auch nicht vorteilhaft ist, weil ja ein Kind Probleme haben UND schlau sein kann. Das nur als kleine Erklärung aus meiner persönlichen Erfahrung und der aus dem Forum, weshalb die wenigsten Eltern sich einfach nur an einem begabten Kind freuen können. Das ist schade, denn eine Begabung ist doch in erster Linie erst mal etwas sehr Positives.

Nun nochmals zu Euch: Macht euch Gedanken, aber keine Sorgen, das ist unnötig. Eigentlich alle Merkmale eures Sohnes sind positiv besetzt. Und ob der Junge nun "nur" ein ausgelichenes, aufgewecktes, phantasievolles Kind ist oder tatsächlich HB, ist eigentlich nicht relevant. Der Junge ist wißbegierig, ich gehe davon aus, dass ihr seinen Wissensdrang stillt (wie man es wohl auch bei einem weniger begabten Kind täte), dann gibt es nicht viel hinzuzufügen. Wir gehen gelegentlich ins Museum (sehr beliebt das Technik Museum oder Spektrum) und regelmaßig zur Bibliothek. Spezielle HB Kurse hat mein Sohn noch nie besucht, er ist mit seinem Angebot insgesamt recht zufrieden.

Konnte ich eure "Befürchtungen", so sie auch recht unkonkret sind, etwas beseitigen?

Lg

Anni


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2010, 09:19 
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Hallo Lakritz,

auch von mir ein herzliches Willkommen. 012

Eigentlich bin ich für meine (leider) oft ausufernden Beiträge bekannt - aber dieses Mal kann ich mich etwas kürzer halten (hoffe ich): Ich schließe mich anni11 komplett an. [smilie=sign2_yepp.gif]

Noch mein persönlicher Nachtrag:
Wenn man vor der Frage des Tests steht, sollte man sich immer fragen: Was ändert sich ?
Ich habe drei Söhne, der ältere Sohnemann ist ein Träumer im Unterricht und war früher sehr ruhig. Bei ihm wurde uns sofort Anfang der ersten Klasse von der Lehrerin gesagt, dass da etwas nicht stimmt, er negativ auffällt - es war von Überforderung die Rede bzw. die Lehrerin meinte selbst, sie wisse auch nicht wie oder was, so etwas hätte sie in Ihrer ganzen Schulkarriere nur einmal ganz am Anfang gehabt (und das war wohl damals bei meinem Mann, der sie auch als Klassenlehrerin hatte - und den hat sie auch nie einschätzen können) :lol: . Durch den Test haben wir feststellen können, das Sohnemann komplett unterfordert ist und hatten für die Schule was in der Hand (weil die sich wirklich nicht sicher waren, wie sie den Jungen einschätzen sollen).

Mein zweiter Sohn ist sehr redegewandt (konnte schon früh sprechen - perfekte Grammatik), sehr pfiffig, hat Phantasie ohne Ende, will alles wissen, ist perfektionistisch, dachte schon früh über Tod, Leben, etc. nach... und, und, und. Wenn ich mir früher ein HB-Kind hätte vorstellen sollen: Das wäre es gewesen. Diesen Sohn habe ich nicht testen lassen. Warum ? Bisher liegt kein Grund hierfür vor. Er geht gerne in die Schule, ist super integriert in seiner Klasse (Flex), liebt seine Lehrerin und hat Freunde, macht von Anfang an selbständig seine Hausaufgaben (meist schon Montags für die ganze Woche, dann hat er mehr Freizeit, meint er… mein Ältester würde auf diese Idee nie kommen, da passiert alles auf den letzten Drücker :roll: ) – kurz gesagt: Es läuft derzeit für ihn perfekt. Ein Test würde hier nichts verändern. Oder ?

Deshalb denke ich, man sollte sich vor dem Test fragen: Brauche ich den wirklich ? Was ändert sich bei einem höheren, mittleren oder niederen Wert ?

So, jetzt habe ich meinem Ruf wieder alle Ehre gemacht: Es wurde mal wieder ein etwas längerer Beitrag. Sorry ! :oops:

Liebe Grüße,
Fabienne78


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2010, 09:57 
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Hallo Lakritz,

ich schließe mich mal Anni an.

Deiner Liste kann ich entnehmen, das ihr ein pfiffiges, aufgewecktes Kind habt. Einen IQ-Test, stöbere dazu mal hier herum. Dazu wirst Du viele Ideen und Anregungen finden aus denen du denn schauen kannst, was Ihr macht. Aber ich finde Deine Angaben etwas zu ungenau. Ich für meinen Teil erkenne viele Dinge wieder, die ich bei vielen Kindern finde oder beobachten kann, bei dem einen mehr davon, bei dem anderen weniger oder in anderen Verbindungen. Ich habe auch einen 5-jährigen, für den einige Deiner Angaben zutreffen. Was davon in die Kategorie hb fällt - keine Ahnung. Schmunzeln musst ich bei : Er "hört" nicht. 005 Vielleicht ein jungentypisches Problem? 021

Grundsätzlich gilt, aufmerksam sein und auf die Bedürfnisse eingehen. Wir gehen auch in Museen, viel in Buchvorlesungen, oft ins Kindertheater und sind Dauergast in der Bibliothek. Zusätzlich nutze ich noch die regionalen Angebote der VH oder Familienvereine, die sehr oft Workshops für die einzelnen Interessensgebiete (Dinos, Vulkane, Ägypther, Römer, Steinzeit) meines Großen anbieten. Und wir nutzen jede regenfreie Minute für Spielplatz, Bewegung und sozialen Peerkontakt, auch durch einladen anderer Kigakinder.

Wenn Du noch Fragen hast oder Dich austauschen willst, dann schreib doch einfach im Kigaforum.

_________________
Liebe Grüße

*Kinder die lernen wollen, lernen sollen*


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2010, 21:30 
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Hallo anni11,
wow, superklasse, ich bin total glücklich,hier gelandet zu sein, eure Info`s sind genau das, was ich brauche,....danke!
Zitat:
Und schön, dass ihr euch darüber freuen könnt. Behaltet das auch weiterhin bei.

Auf jeden Fall behalten wir uns die Freude an unserem pfiffigen Kerlchen bei!
Zitat:
Selbst wenn ihr - warum auch immer - euer Kind auf Hochbegabung testen lassen wolltet, wüsstet ihr hinterher außer einem sehr abstrakten Wert auch nicht viel mehr.

Das streben wir eigentlich gar nicht an...zum einen, weil wir die Fähigkeiten unseres Sohnes auch so wissen und täglich erleben, zum anderen, weil wir keine Lust auf Blicke wie "Achja? schlauer als andere?meint wohl ihr seid was Besonderes..." haben, dafür lieben wir zu sehr die "Unauffälligkeit", d.h. wir haben keine Bühnenqualitäten.
Zitat:
Ich würde die Frage nach der Schule vor allem davon abhängig machen, wie wohl sich das Kind im Kiga fühlt bzw. zur Schule drängt.

Im Moment fühlt er sich ganz wohl, obwohl er die Erzieherinnen ganz schön auf Trab hält und sie seiner Art manchmal nicht viel entgegensetzen können.
Manchmal sieht es allerdings schon ein wenig nach Unterforderung aus.
Da würden wir gern nochmal um ein Elterngespräch bitten und nachfragen, ob sie ihn evtl. schon früher in ihr Kindergarten-Vorschulprogramm miteinbeziehen könnten.
Das wäre für uns der allererste Schritt, mit den Eigenschaften unseres Sohnes in Aktion zu treten.
Zitat:
Ich würde die Frage nach der Schule vor allem davon abhängig machen, wie wohl sich das Kind im Kiga fühlt bzw. zur Schule drängt.
Was ist das? Flex oder JÜL-Klassen?
Ich habe davon noch nie gehört, wir haben uns mit dem Thema Schule noch nicht sehr beschäftigt, da Sohn im März erst 5 wird...
Zitat:
Dass ihr doch ein bißchen verunsichert seid, verstehe ich, weil zum Thema über Hochbegabung häufig ein falsches Bild vermittelt wird - entweder der besserwissende Überflieger oder der Problematische "über-Tische-Hüpfer".

Trotz, daß wir eigentlich gar nicht zu einem Test tendieren bleibt für uns doch noch das große Fragezeichen, wenn es um die Frage einer früheren Einschulung geht.
Inwieweit wir da jetzt schon für die Eventualität "vorsorgen" sollten, ist uns noch völlig schleierhaft.
Zitat:
Das nur als kleine Erklärung aus meiner persönlichen Erfahrung und der aus dem Forum, weshalb die wenigsten Eltern sich einfach nur an einem begabten Kind freuen können.

Wie gesagt, wollen wir uns gut informieren, aber uns nicht wegen einer "Testmanie" die Lust an unserem tollen Kind selbst nehmen.
Es kann, denke ich, sehr schnell in eine Richtung gehen, die einem noch mehr Probleme macht, als sie einem nimmt.
Zitat:
Der Junge ist wißbegierig, ich gehe davon aus, dass ihr seinen Wissensdrang stillt

Das tun wir, soweit es in unserer Macht steht, wir sind aber auch sehr froh über die simpelsten Vorschläge, Anregungen und Tipps...
Zitat:
Konnte ich eure "Befürchtungen", so sie auch recht unkonkret sind, etwas beseitigen?
Ja, es ist schonmal sehr hilfreich, wenn man weiß, daß es nicht falsch ist "auf dem Teppich zu bleiben"...und daß man hier fragen kann, was einen bewegt!
Ich danke Dir dafür!
lg
lakritze


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2010, 21:36 
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Hallo Fabienne78,
auch Dir vielen dank für deine Antworten,da gehts mir richtig wohl!
Zitat:
Deshalb denke ich, man sollte sich vor dem Test fragen: Brauche ich den wirklich ? Was ändert sich bei einem höheren, mittleren oder niederen Wert ?

Wir haben gar nicht an testen gedacht, sondern wollen uns nur mal mit den Eigenheiten, die nicht nur uns auffallen auseinandersetzen...mal sehn, wie wir damit zurechtkommen.
Zitat:
So, jetzt habe ich meinem Ruf wieder alle Ehre gemacht: Es wurde mal wieder ein etwas längerer Beitrag. Sorry ! :oops:

Nee, das finde ich eher super, daß ihr euch hier so viel Zeit für mich nehmt...
lg lakritze


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2010, 21:49 
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Hallo mamamia,
danke für deine Antwort,
darauf möchte ich sagen:
Zitat:
Was davon in die Kategorie hb fällt - keine Ahnung.

Wir selbst haben nie über Hochbegabung nachgedacht, erst die Erzieherinnen im Kiga haben das Wort zum ersten mal ins Spiel gebracht,...das unser Sohn besondere Fähigkeiten hat, war uns schon immer klar.
Zitat:
Schmunzeln musst ich bei : Er "hört" nicht. 005 Vielleicht ein jungentypisches Problem? 021

Ich arbeite mit Kindern und kann die üblichen vorpubertären Verweigerungen von Jungen gut einordnen und "normale" von "extremen" unterscheiden...Bei unserem Sohn gibt es aber, trotz klarer Regeln, Konsequenzen und dem ganzen anderen Erziehungsequipment von Eltern, leider ab und an ein "nicht erklärbares Verhalten",eine Sturheit und Beharrlichkeit, die nicht unter "jungentypische Probleme" fallen, dazu sind sie zu ausgebufft..
Zitat:
Wenn Du noch Fragen hast oder Dich austauschen willst, dann schreib doch einfach im Kigaforum.

Das werde ich tun, ich danke Dir!
lg lakritze


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2010, 22:23 
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Hallo Lakritze, willkommen hier :-D !

lakritz hat geschrieben:
Trotz, daß wir eigentlich gar nicht zu einem Test tendieren bleibt für uns doch noch das große Fragezeichen, wenn es um die Frage einer früheren Einschulung geht. Inwieweit wir da jetzt schon für die Eventualität "vorsorgen" sollten, ist uns noch völlig schleierhaft.


Diese Frage ist eigentlich der " Klassiker" schlechthin im Kindergartenalter und auch noch eine der schwierigsten elterlichen "Herausforderungen", denen man sich bereits mit kleineren Kindern stellen muss. Ein Test ist dazu aber eigentlich nicht nötig, eher ein gutes Auge auf das eigene Kind und realistische Einschätzungen und Informationen.

Ich hab dir hier ein paar Threads zum Thema aus dem Kigaforum rausgesucht, vielleicht willst du Dich in diesen und in anderen Threads dort mal durchlesen und dann ein eigenes Thema eröffen (dort können nur angemeldete User mitlesen).

Die allerwichtigste Frage wird sein, welche Schule Ihr zur Verfügung habt, dazu muss man sich gut informieren und kann nicht früh genug damit anfangen! Wäre bei euch denn überhaupt noch eine Anmeldung für den Sommer möglich? Bei uns muss man schon im Herbst anmelden.

Würde Dein Kind mit guten Kigafreunden in die Schule kommen, wenn er "früher" geht oder ist er mehr in seiner Altersgruppe verbandelt??

Link

Link

Link

Link

Schreib doch mal mehr darüber im Kigaforum, wenn Du magst
]]] !

LG, Ida


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Mi 10. Feb 2010, 18:16 
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Über mich: Ich habe bereits 1974 in einer so genannten Belegarbeit die Gauß-Verteilung zur Bewertung von Brainstorming herangezogen. Möchte darüber gern ins Gespräch kommen. Habe zu einem Thema der physikalischen Chemie 1974 promoviert.
Hallo Lakritz
Vielleicht ist folgender Beitrag eine Opas doch von Nutzen:
Mein Vater (Lehrer) hatte mir als Entscheidungshilfe für die Beurteilung der Begabung von Erstklässlern die Beobachtung hinterlassen, dass die Kinder, die noch nicht den Zahnwechsel vollzogen hatten und gut dem Unterricht folgen konnten, begabt meistens sogar hochbegabt waren. Dafür gibt es eine einfache logische Erklärung: Bei diesen Kindern ist die biologische Entwicklung gegenüber den Kindern, die den Zahnwechsel bereits vollzogen haben, zurückgeblieben, was sich im späteren Leben als erhöhte intellektuelle Leistungsfähigkeit manifestiert.
Sicher ist diese Erkenntnis bei den heutigen bildungspolitischen Debatten auch wieder Ursache leidenschaftlicher, weltanschaulich geprägter Auseinandersetzungen, wenn man zum Beispiel ins Gespräch bringt, dass solche Spätentwickler auf Grund ihrer zurückgebliebenen körperlichen Leistungsfähigkeit sehr schwer sich in der sozialen Rangordnung einer Schulklasse oder eines Kindergarten behaupten können und man daraus die Forderung ableitet, sie möglichst lange in der elterlichen Obhut zu belassen.
Ich frage mich aber warum ist eine solche nützliche Erkenntnis nicht schon längst Bestandteil pädagogischen Fachwissens (Zumindest habe ich das noch nicht in vielen Gesprächen mit Pädagogen in Erfahrung bringen können).
Man sollte als beim Überspringen von Klassen sehr vorsichtig sein.
Mit freundlichen Grüßen brainstormig


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung ohne Vorstellung
BeitragVerfasst: Mi 10. Feb 2010, 18:35 
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Registriert: Sa 25. Okt 2008, 11:06
Beiträge: 1212
Geschlecht: weiblich
Bundesland: NRW
Über mich: verständnissvoll und hamoniesüchtig
brainstorming hat geschrieben:

Ich frage mich aber warum ist eine solche nützliche Erkenntnis nicht schon längst Bestandteil pädagogischen Fachwissens (Zumindest habe ich das noch nicht in vielen Gesprächen mit Pädagogen in Erfahrung bringen können).



Vielleicht, weil es keine allgemeine Gültigkeit besitzt.
In der Grundschulklasse meines Sohnes waren zwei hochbegabte Kinder. Beide waren körperlich groß, grob- und feinmotorisch weit entwickelt und hatten den Zahnwechsel bereits vollzogen.

Unter den körperlich kleinen Kindern, die sich noch im Zahnwechseln befanden, waren drei Lernbehinderte( es handelte sich um eine integrative Klasse).

Also nur allzu verständlich, dass solche Beobachtungen sich in pädagogischen Fachwissen nicht widerfinden.

_________________
Liebe Grüße
Geli %%%


Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.


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